welches Online-Business passt zu mir?

Hilfe! Welches Online-Business passt zu mir?

Die berühmte Qual der Wahl lässt sich mit dem Too-Much-Choice-Effekt erklären. In diesem Beitrag erfährst du Wissenswertes dazu und dass es ganz normal ist, sich auch mal orientierungslos zu fühlen. Außerdem erzähle ich dir von meinem Struggle mit der Berufswahl und gebe dir wertvolle Tipps, um dich besser entscheiden zu können.

Hast du auch schon einmal das Gefühl gehabt, dass du im Hinblick auf deine Karriere total orientierungslos bist? Dass du nicht genau weißt, welcher Weg der richtige für dich ist und dass es einfach zu viele Möglichkeiten gibt, um eine Entscheidung zu treffen? Dann bist du nicht alleine! Viele Menschen stehen vor dieser Herausforderung und fühlen sich überfordert. Da du dies liest, denkst du aktuell scheinbar über ein eigenes Online-Business nach und ich möchte meine eigenen Erfahrungen hier mit dir teilen. Sei auf jeden Fall beruhigt, es ist heutzutage wirklich nicht leicht, sich für etwas zu entscheiden!

Ein Grund dafür ist der Too-Much-Choice Effekt. Dieser besagt, dass zu viele Optionen uns lähmen und unsicher machen können. Wenn es unendlich viele Möglichkeiten gibt, fällt es uns schwer, eine Entscheidung zu treffen und uns auf einen bestimmten Weg festzulegen. So etwa bei der Vielzahl von bereits bestehenden Geschäftsmodellen für ein eigenes Online-Business. Jeder verspricht uns das Blaue vom Himmel und schwört auf den Erfolg des eigenen Modells. Doch sobald wir uns für ein Online-Business entschieden haben, fragen wir uns, ob wir wirklich die beste Wahl getroffen haben und ob es nicht noch eine bessere Option gibt. Diese Unsicherheit kann uns blockieren und uns daran hindern, überhaupt eine Entscheidung zu treffen.

Der Too-Much-Choice Effekt tritt in vielen Bereichen unseres Lebens auf. Wir erleben ihn beim Einkaufen im Supermarkt, wenn wir vor einem Regal voller Produkte stehen und uns nicht entscheiden können. Wir erleben ihn beim Online-Shopping, wenn wir tausende von Produkten zur Auswahl haben. Und wir erleben ihn auch bei der Wahl und dem Aufbau eines eigenen Online-Business, wenn wir mit einer Vielzahl von Optionen und einer regelrechten Informationsflut konfrontiert werden.

Wir verlieren den Überblick und können uns nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren. Man weiß gar nicht, wo man anfangen und wo man aufhören soll. In Bezug auf das eigene Online-Business kann dies dazu führen, dass wir unsicher sind und Angst haben, den falschen Weg einzuschlagen. Diese Unsicherheit kann sogar dazu führen, dass wir uns gar nicht erst auf ein bestimmtes Online-Business festlegen und stattdessen zwischen verschiedenen Optionen hin- und herwechseln. Es könnte uns ja sonst etwas entgehen! Hier fehlt dann aber der Fokus und den braucht es, um etwas wirklich zielführend durchziehen und zum Erfolg bringen zu können.

Sehr anschaulich demonstrierte ein Experiment von Iyenger und Lepper den Too-Much-Choice-Effekt. Hierzu habe ich bereits schon mal einen Instagram Post veröffentlicht, der die Ergebnisse zusammenfasst:

Too-Much-Choice-Effekt mit Marmelade von Iyengar und Lepper
Too-Much-Choice-Effekt mit Schokolade von Iyengar und Lepper

Beispiele im Hinblick auf die (erste) Berufswahl

Neben „traditionelleren“ Online-Businesses, wie etwa einem eigenen Online-Shop, stehen heute auch neue Karrieremöglichkeiten wie Social-Media-Manager oder Achtsamkeits-Coach zur Verfügung – die Auswahl ist einfach nur enorm!

Die meisten starten nicht mit einem Online-Business in die Arbeitswelt. Deshalb schauen wir uns zunächst einmal an, aus welcher Vielzahl Abiturientinnen und Abiturienten wählen sollen, die sich für eine Studienlaufbahn entscheiden. Allein in Deutschland gibt es mehr als 19.000 Studiengänge an über 400 Hochschulen. Klar, dass sich viele unsicher sind, welches Studium das Richtige für sie ist und welche Karrieremöglichkeiten damit einhergehen. Interessiert mich der vermittelte Stoff tatsächlich oder werde ich mich zu Tode langweilen? Wie stehen die Chancen, überhaupt einen Job nach dem entsprechendem Studium zu bekommen? Und gibt es nicht etwas, das noch besser zu mir passt?

Ebenso geht es jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung entscheiden sollen. Wie sieht der tatsächliche Arbeitsalltag später aus? Welche Verdienstmöglichkeiten gibt es? Welche Herausforderungen ergeben sich nur durch diese eine Entscheidung?

Jedes Berufsfeld hat seine eigenen Anforderungen und Chancen. Für viele Menschen kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten und eine Entscheidung zu treffen. Und doch entscheidet man sich für einen Weg. Ich denke, man muss es schon fast Glück nennen, wenn es wirklich der Weg geworden ist, bei dem man dann auch für immer oder zumindest sehr lange bleiben möchte. Irgendwann wird bei den meisten Menschen der Wunsch nach etwas Neuem aufkommen. Sei es, weil alles schon bekannt und langweilig geworden ist oder, weil man gemerkt hat, dass die Wahl von Anfang an nicht zu einem erfüllten Leben beitragen kann. Hinzu kommt, dass sich die Lebensumstände verändern, wie etwa durch die Gründung einer eigenen Familie. Und man verändert sich auch selbst im Laufe des Lebens, so auch die eigenen Bedürfnisse und Interessen.

Too-Much-Choice-Effekt im Hinblick auf die eigene Karriere

Ich kenne das nur zu gut…

Auch ich selbst habe mich schon oft orientierungslos gefühlt und verschiedenste Wahlmöglichkeiten auch tatsächlich gewählt, statt nur darüber nachzudenken. Selbständig gemacht habe ich mich das erste Mal als junge Mutter (die Schule noch nicht mal beendet) mit der Herstellung sowie dem Einkauf und Vertrieb von Babyprodukten. Klassisches e-Commerce also, sowohl mit einem eigenen Online-Shop als auch mit einem Shop auf ebay. Das ging auch alles aber ich hatte eigentlich keine Ahnung von irgendetwas, musste mich in alles neu einarbeiten und außerdem lag mir weder das Handarbeiten noch der Ein- und Verkauf der Produkte. Später widmete ich mich dem Affiliate Marketing und dem Dropshipping, dann war ich auch noch als Freelancerin (z.B. Copywriting) selbständig tätig. Das tolle an einer eigenen Selbständigkeit ist ja, dass man stets selbst entscheiden kann, was man machen möchte und was nicht und sich auch jederzeit mehr oder weniger problemlos verändern kann. Das heißt zum Beispiel auch keine unangenehmen Gespräche mit Vorgesetzten, weil man es sich doch nochmal anders überlegt hat und die Firma wieder verlassen wird.

Mein erstes Studium, Management in der Gesundheitswirtschaft, war ebenfalls ein Griff ins Klo. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn es folgten noch die Studiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik. Ich fand einfach alles interessant! Mein Interesse war aber nie von langer Dauer. Mir fehlte der Fokus, ich war unsicher, zweifelte an mir selbst und an meinen Entscheidungen. Es machte mich einfach nicht glücklich. Dann kam ich durch Zufall / Glück zur Wirtschaftspsychologie und was soll ich sagen? Endlich war ich happy! Dort lernte ich so viel und mit so einer Leichtigkeit… dass das so sein könnte, war vorher für mich nicht mal vorstellbar!

Bis zu diesem „Volltreffer“ war eigentlich nur von Anfang an klar, dass ich mich in einem Angestelltenverhältnis nicht voll entfalten werden könnte und dass es ein Online-Business sein sollte. Zeitliche und örtliche Flexibilität sind mir enorm wichtig. Außerdem gibt es einfach so viele tolle Chancen, die man mit keinem oder nur einem geringen Risiko online ergreifen kann, ohne sich beispielsweise erst einen Laden anmieten zu müssen usw. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass es einfach zu viele Möglichkeiten gab und dass ich mich auf keinen konkreten Beruf festlegen konnte. Doch im Laufe der Zeit und schließlich auch durch die Wirtschaftspsychologie habe ich einige Strategien entwickelt, die mir geholfen haben, mich zu orientieren und eine Entscheidung für „mein“ Online-Business zu treffen. Diese möchte ich hier mit dir teilen!

Meine Tipps für dich

Vorab: Arbeite am besten alles einmal durch und schreibe dir vor allem auch alles auf. So kannst du später nochmal einen Blick darauf werfen und dein Kopf quillt nicht über mit Gedanken. Raus aus dem Kopf! Das macht es gleich viel einfacher. Nimm dir entsprechend Zeit dazu und mache Ergänzungen, wenn dir zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas einfällt.

Analysiere deine Stärken und Interessen

Der erste und wichtigste Ratschlag ist, deine Stärken und Interessen zu kennen, nein, regelrecht zu analysieren. Überlege dir, was du gut kannst und was dir Spaß macht. Welches Wissen und welche Fähigkeiten hast du aktuell schon und was willst du noch lernen? Warum willst du das noch lernen? Was sagen andere über dich? Schau nicht darauf, welche „Schwächen“ du abmildern willst, sondern achte erstmal nur auf das bereits vorhandene Positive!

Begrenze die Optionen

Ein weiterer Tipp, um mit dem Too-Much-Choice Effekt umzugehen, ist die Begrenzung der Optionen. Konzentriere dich auf einige wenige Optionen, die am besten zu deinen Stärken und Interessen passen. Stelle sicher, dass du genügend Informationen über diese Optionen hast, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Sprich mit anderen

Es kann auch hilfreich sein, mit anderen zu sprechen und Ratschläge einzuholen. Sprich mit Menschen, die sich bereits in einem Bereich selbständig gemacht haben, der dich interessiert, und frage sie nach ihren Erfahrungen und Herausforderungen. Oft können sie dir wertvolle Einblicke geben und dir helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Erkunde verschiedene Möglichkeiten

Es ist auch wichtig, verschiedene Möglichkeiten zu erkunden und auszuprobieren. Dazu kannst du entweder deine Hilfe anbieten, um in ein laufendes Business Einblicke zu gewinnen, oder du startest gleich selbst damit. Sammle Wissen und nimm an Weiterbildungen teil ABER zum Ausprobieren gilt auch: keep it simple. Investiere nicht zu viel Energie und Zeit, sondern betrachte es als „Schnupperstunde“. So kannst du herausfinden, was dir wirklich gefällt und welchen Karriereweg du einschlagen möchtest oder auch nicht.

Analysiere und optimiere

Im Nachgang solltest du stets einen Rückblick machen. Nur so kannst du sinnvolle Schlüsse für die Zukunft ziehen und sparst es dir, immer wieder die selben „Fehler“ zu machen. Betrachte zunächst auch deine bisherigen Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge. Gibt es hier vielleicht schon einige Learnings, die du berücksichtigen solltest?

Setze Prioritäten

Schließlich ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, welche Faktoren für dich am wichtigsten sind. Ist es dir zum Beispiel wichtig, möglichst viel zu verdienen oder geht es dir eher darum, für einen guten Lebensstandard möglichst wenig zu arbeiten? Ist aktuell der richtige Zeitpunkt für etwas Neues oder bist du gerade mit anderen Baustellen beschäftigt? Falls ja, schließe diese erst ab bzw. verändere deine aktuellen Lebensumstände so, dass du einen festen Zeitrahmen für deine Neuorientierung einplanen kannst. Je klarer deine Prioritäten sind, desto leichter fällt es dir, eine Entscheidung zu treffen und deinen Fokus richtig zu setzen.

Fazit

Orientierungslosigkeit in Bezug auf das eigene Online-Business ist eine Herausforderung, mit der viele Menschen konfrontiert sind. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und Optionen, was die Entscheidung erschweren kann. Der Too-Much-Choice Effekt kann uns blockieren und unsicher machen.

Um mit dem Too-Much-Choice Effekt umzugehen, gibt es jedoch verschiedene Strategien. Wir können

  • unsere Stärken und Interessen analysieren,
  • die Optionen begrenzen,
  • mit anderen sprechen,
  • verschiedene Möglichkeiten erkunden,
  • nach einem Rückblick Optimierungen vornehmen und
  • Prioritäten setzen.

Letztendlich ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Arbeit sollte nicht nur ein Mittel zum Zweck sein, sondern uns Freude und Erfüllung bringen. Um die eigene Persönlichkeit und die eigenen Potenziale voll entfalten zu können, kann ein maßgeschneidertes Online-Business die Lösung sein. Indem wir uns selbst besser kennenlernen und unsere Optionen sorgfältig abwägen, können wir unseren Weg finden und unsere Ziele erreichen. Zudem ist nichts in Stein gemeißelt und wir können jederzeit von einem mal eingeschlagenen Weg wieder abweichen.


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